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Turn und Festhalle

Chronik der Turn- und Festhalle Oberkessach

Nachdem 1949 Herr Pfarrer Schwarz der Jugend des Dorfes durch Schaffung eines Sportplatzes in den Kirchwiesen ein verpflichtendes Erbe überlassen hatte, entstand im Kath. Jungmännerverein der Plan zum Bau dieser Sporthalle, zu dessen Verwirklichung sich unter der Vorstandschaft von Lehrer Burger 126 Mitglieder zur freiwilligen Arbeitsleistung von je 60 Stunden verpflichteten. Bürgermeister Oehling griff diesen Plan auf und förderte ihn tatkräftig, sodass in einem Gemeinderatsbeschluss vom 05.08.1952 der Bau einer Gemeindehalle beschlossen wurde. Mit der Planung wurde Architekt Schwarz, mit der Ausführung Architekt Ernst Baumann, Stuttgart-Bad Cannstatt und mit der Bauleitung Herr Götz aus Stuttgart beauftragt. Am 10.02.1953 erfolgte der Spatenstich. Die Maurerarbeiten führte die Firman Rohmer aus Oberkessach, die Stahl und Betonarbeiten die Fa. Ensle, Heilbronn, die Zimmerarbeiten die Firmen Unsleber und Hofmann, Oberkessach, die Glaserarbeiten die Firma Keilbach, Oberkessach und die Elektroinstallation die Firmen Elektra-Jagsthausen, Rosenberg, und Thomayer, Berlichingen, durch.
Sinn und Zweck dieser Halle sahen deren Erbauer darin, der Jugend für sportliche und gesellige Zwecke ein Heim zu schaffen und den gesamten Dorfe ein Kulturzentrum zu errichten. In den Grundstein wurde eine mit dem Gemeindewappen versehene Kassette mit den geschichtlichen Ereignissen seit 1945, eine Liste der freiwilligen Helfer, eine Aufstellung der damaligen Lebenshaltungskosten, eine Bilderchronik vom Bau, Getreide, Münzen und als Besonderheit von Oberkessach einen Beutel Grünkern, eingemauert.
Im über 7.000 Stunden freiwilliger Arbeit und unter großen Opfern der Bevölkerung wurde dann die Oberkessacher Turn- und Festhalle errichtet, die im Jahre 1954 als erste neuerstellte Sporthalle des Altkreises Künzelsau nach dem 2. Weltkrieg ihrer Bestimmung übergeben wurde. Sie war für die damalige Zeit eine mustergültige Sporthalle.

In den 70er Jahren genügte die Sporthalle aber nicht mehr den heutigen Anforderungen eines Sport- und Bewirtschaftungsbetriebes. Die notwendigen Großgeräte für Geräteturnen und Tischtennis waren nicht unterzubringen. An eine geregelte Bewirtschaftung der Halle war nicht mehr zu denken, da der vorhandene Küchenraum zu klein war und der vorhandene kleine Geräteraum fast gänzlich durch die Lagerung der Bestuhlung belegt war. Auch die Dusch- und Umkleidräume entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
Insgesamt waren sportliche und kulturelle Veranstaltungen nur noch mit Einschränkungen möglich.
Der Anbauwunsch des Ortschaftsrates im Jahr 1979 wurde zunächst aus Kostengründen zurückgestellt. Im Jahr 1986 hat der Gemeinderat dann Architekt Zürn beauftragt einen Anbau eines Geräteraumes und den Einbau von Dusch- und Umkleidräumen zu planen.
In den Jahren 1987 und 1988 wurden diese Planungen dann umgesetzt und zusätzlich die Küchenausstattung erneuert und die Toiletten saniert. Die angefallenen Kosten in Höhe von 560.000 DM wurden aus dem Ausgleichsstock, durch Sportfördermittel und erneut durch viel Eigenleistung (1.146,5 ehrenamtlich geleisteten Stunden), den Erlös aus Straßenfesten und dem Verkauf von Gemeindevermögen innerhalb der Ortschaft finanziert.

Aber auch im Jahr 2010 macht man sich erneut Gedanken über notwendige Investitionen im Bereich der Halle. Die Fenster sind noch aus dem Jahr 1954 und genügen den heutigen Anforderungen an eine Wärmedämmung nicht mehr. Da die Heizung nicht mehr heutigen Anforderungen entsprach, wurde diese erneuert und eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung eingebaut. Auch über eine Vergrößerung des Clubzimmers zur Straße hin und einen Bühnenanbau an der Gebäudeostseite wurde schon diskutiert. Ob und wann es zu einer Umsetzung kommt, ist allerdings fraglich.

Neuer Innenanstrich für die Turn- und Festhalle Oberkessach

Auf Initiative der DJK Oberkessach und des Ortschaftsrates fanden sich am Samstag vor Pfingsten 2011 über 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ein, um der Turn- und Sporthalle Oberkessach, dem Treppenhaus und den Umkleidekabinen einen neuen Anstrich zu verpassen. Da in nächster Zeit mit keiner grundlegenden Renovierung der Halle zu rechnen ist, hat man sich zu dieser Maßnahme entschlossen.

Dem Aufruf zur Mithilfe folgten zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer verschiedenster Abteilungen der DJK, den örtlichen Vereinen und des Ortschaftsrates.

Hervorzuheben wäre auch, dass sich die gesamte Belegschaft der Fa. Kilb ehrenamtlich an dieser Aktion beteiligte.

Die DJK und der Ortschaftsrat bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern für deren Mittun, allen voran Norbert und Matthias Kilb, für die freundliche Unterstützung.

Bilder der Streichaktion befinden sich auf der Homepage www.djk-oberkessach.de.

Im Jahr 2016 wurde der Hallenboden abgeschliffen und neu versiegelt, was unsere Halle erneut aufgewertet hat.