Oberkessach war ursprünglich Filial von Bieringen, verfügte aber bereits 1287 über eine eigene Pfarrei. Um diese Zeit muss also eine Kirche in Oberkessach vorhanden gewesen sein. 1525 zerstörte der Odenwälder Bauernhaufen nicht nur die Häuser in Oberkessach, sondern auch die bemalten Kirchenfenster, schändete und entweihte die Altäre. Im Mai 1536 konnte die restaurierte Kirche wieder eingeweiht werden.
Mitte des 16. Jahrhunderts entstand der Unterbau des Kirchturms und wurde 1602 um 24 Fuß erhöht. Der Turm im spätgotischen Stil blieb auch dem späteren Neubau der Kirche erhalten.
1706 beklagten sich Oberkessacher Bürger über die Enge und den schlechten Zustand der Kirche. 1715 wurde an der Ostseite des Turms die Sakristei angebaut. Um die Baukosten entbrannte ein jahrelanger Streit. Schließlich gewann 1782 die Gemeinde diesen Rechtsstreit und der Bau des jetzigen Langhauses konnte unter Leitung von Bruder Wolfram Kettner und auf Kosten des Klosters Schöntal begonnen werden. Im Sommer 1783 wurde der Bau vollendet.
Im Jahre 1978 erfuhr die Pfarrkirche Oberkessach eine Außenrenovierung. Im Jahr 2007 wurde der Kirchturm mit Schieferplatten neu gedeckt und die Außenfassade erhielt einen neuen Anstrich. Mit viel Eigenleistung der Oberkessacher Bürger wurden die Wege um die Kirche und im Friedhof neu gepflastert.
Heutige Situation
Die Kirchengemeinde St. Johannes hat ca. 890 Katholiken. Die hiesige Pfarrgemeinde wird als Teil der Seelsorgeeinheit Schöntal durch Herrn Pfarrer Volker Keith geleitet.
Kontaktadresse:
Katholisches Pfarramt Schöntal
Pfarramtssekretärin Martina Kretzschmar
Klosterhof 18
74214 Schöntal
